Hi Katia,
du schreibst immer sehr wortgewaltig und, ich nenn es mal: überpositiv vom Schlachten.
Ich empfinde es schon fast als eine "Manipulation" in Richtung selbst Schlachten. Auch die Kinder werden so unterschwellig manipuliert und können sich nicht frei für eine eigene Meinung entscheiden.
Genau das, was du eben wieder geschrieben hast, hat in meinem eigenen Fall dazu geführt, dass ich es gehasst habe, wenn ich wusste, das wieder Tiere geschlachtet werden. Meine Eltern waren nicht grausam, sie haben es genauso gemacht, wie du es beschreibst...... .
Ich wünschte, sie hätten sich so in mich einfühlen können, wie es Piaf und Windfried beschreiben, dann hätte ich wahrscheinlich nicht erst den Umweg über die Ablehnung jeglichen Tötens von Nutztieren gebraucht, um mich für den Konsum eigener Tiere und gegen Discounterfleisch zu entscheiden - im Alter von über vierzig Jahren!!
Meinen Kindern habe ich mit dem von Windfried beschriebenen Vorgehen diesen Umweg erspart. Und auch für sie und mich akzeptiert, dass wir es nicht selbst tun möchten, sondern jemand erfahrenes darum bitten.
LG Silvia
Das sind die Weisen, die über den Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die im Irrtum verharren, das sind die Narren.
(Friedrich Rückert)
Es ist wichtig das richtige Mass zu finden....
Früher hat man sich nicht so sehr damit gefeiert, es war Normalität, es wurde nach Bedarf geschlachtet und gut wars. Ich kenne aber keinen im Umfeld, der mit Lust oder Begeisterung schlachtet, selbst mein Landmetzgernachbar nicht, der seine ganze Wursterei an sich liebt. Diese Idealisierung der Selbstfindung im Schlachtvorgang kann man nicht als Mass für sich selbst nehmen, Silvia, das ist mehr eine persönliche Note von Katja, und das sollte man dann einfach so stehen lassen, Vorbildcharakter hat es mit Sicherheit keinen. Ein Freund von mir musste als Kind Blutsuppe rühren, er hat es gehasst, den Geruch ewig in der Nase behalten. Zu Tieren bekam er ein völlig abstraktes Verhältnis, er mochte sie nicht, weil sie ihm das angetan haben.....
Kinder sind neugierig, manchen wird das Schlachten etwas ausmachen, anderen nicht, Rampenlicht dafür ist aber genauso unpassend wie ein schlechtes Gewissen, wenn man es verantwortungsvoll umsetzt
Gruß piaf
Hi Piaf,
das ist es, was ich damit sagen wollte.
Diese, wie du es sehr treffend genannt hast, "Idealisierung der Selbstfindung im Schlachtvorgang", hat für mich auch keinerlei Vorbildcharakter, weil es irgendwie keine Alternativen lässt, für Abstufungen, wie z.B. selbst aufziehen und von anderen schlachten lassen. Oder, dass man, auch, wenn man Nutztiere hält, nicht zwingend schlachten muss.
Die Kinder werden dadurch doch einseitig manipuliert.
Ich finde es vernünftiger, wenn man Möglichkeiten offen lässt. Alles kann, nichts muss.
Schließlich soll es ja ein Tipp für jemanden sein, der ein kleines Kind hat und selbst noch nicht so genau weiß, wie er mit dem Thema "Schlachten des selbst gezogenen Tieres" umgehen soll. Meine Meinung: Locker bleiben, nicht einseitig festlegen.
LG Silvia
Dein Avatar ist übrigens mega.
Das sind die Weisen, die über den Irrtum zur Wahrheit reisen.
Die im Irrtum verharren, das sind die Narren.
(Friedrich Rückert)
Das ist auch meine Meinung! Ich bin in der Landwirtschaft groß geworden. Die Hühner und Kaninchen hat mein Vater selbst geschlachtet, Schweine und Rinder wurden vom Metzger geschlachtet und verwurstet. Beim Töten waren wir Kinder nicht dabei, wohl aber beim Häuten und ausnehmen. Das war eben so, es gehörte zu unserem Leben und wurde auch nicht extra erwähnt. Normal eben zu bestimmten Zeiten.Ich finde es vernünftiger, wenn man Möglichkeiten offen lässt. Alles kann, nichts muss.
Schließlich soll es ja ein Tipp für jemanden sein, der ein kleines Kind hat und selbst noch nicht so genau weiß, wie er mit dem Thema "Schlachten des selbst gezogenen Tieres" umgehen soll. Meine Meinung: Locker bleiben, nicht einseitig festlegen.
Schade, das Katia sich nicht überwinden kann, Ihre Beiträge einigermaßen vernünftig zu schreiben. So bekomme ich sie nur durch die Antworten darauf halbwegs mit.
Grüße
Monika
"Last night I dreamed I ate a ten-pound marshmallow, and when I woke up the pillow was gone." - Tommy Cooper
Danke Monika du hast es im letzten Absatz auf den Punkt gebracht was ich auch schon länger denke. Katia schreibt mit vielen Worten oft unverständlich und nach meiner Meinung in ihren 70 Beiträgen zu Pro schlachten auch oft noch sehr gegensätzlich, immer schön das Fähnchen in den Wind gehalten. Ich klinke mich hier aus da aus meiner Sicht nichts neues mehr kommt. Fragen und Meinungen bitte nur noch per PN oder Telefon, Danke für die Aufmerksamkeit und anregende Gespräche Gruss Windfried
Ich stimme dir zu. Töten ist nichts was Freude macht, sondern vielmehr etwas zu dem sich der Schlachter überwindet.
Schlachtfest, Schlachtplatte ... sind das nicht Relikte aus einer Zeit in der Menschen wirklich Mangel hatten an Nahrung? Ich denke, wenn (vor ca. 100-150 Jahren) die Masse der Bevölkerung mal Fleisch auf dem Tisch hatte, dann war das die große Ausnahme. Das war ein Feiertag, vielleicht sogar ein gewöhnlicher Sonntag. Das Schwein wurde ein halbes Jahr lang gemästet, und dann kam im Herbst der Schlachttag, und das Schlachtfest, die Schlachtplatte. Ähnlich vielleicht mit dem Geflügel, da man im Winter die Tiere draußen nicht ernähren konnte, und sie viel Futter gebraucht hätten, hat man im Herbst traditionell etliche geschlachtet.
Wir haben heute eine Zeit des Überflusses, an Nahrung, an allem. Wir leben in der Zeit der Lebensmitteldiscounter und des Überflusses, daher knurrt uns nicht der Magen bei dem Gedanken an ein Brathähnchen.
Ich sehe auch, es ist nicht leicht eine ausgewogene, vernünftige Einstellung zum Thema Schlachten zu finden. Gerade wo die Massenschlachtungen hinter Fabrikwänden verborgen sind. Für mich und den eigenen Bedarf versuchen wir diese ausgewogene Einstellung zu finden.
Mariechen
Ich hab hier ja echt eine riesen Diskussion ausgelöst
Also für mich und meine Familie habe ich dank eurer Antworten einen guten Ansatz im Thema schlachten gefunden!
Ich danke euch für eure vielen Antworten und Anregungen und hoffe ihr fangt jetzt nicht noch an euch hier zu kloppen![]()
Hi Junikäfer,
ich bin eher so drauf wie Du und habe nun einmal viel Mitgefühl mit Tieren, das empfinde ich als richtig und gut - auch mit der eigenen Verantwortung zu hadern. Logisch würde ich mir nicht einreden lassen wollen, es wäre normal völlig fröhlich und gefühlskalt mit dem Thema umzugehen, dass man zwingend selbst schlachten muss usw.
Ich weiß, ich kann das, wichtig für Notfälle. Für das Essen muss ich das nicht können, meine Nachbarin hatte schon gefragt, ob wir Schlachthühner ziehen wollen, die ist aber auch nicht emotionslos und lacht wohl noch dabei freudig, sie bringt sich in einen Zustand von Wut, stellt sich vor, sie killt wen, den sie auf den Tod nicht leiden kann. *lol*
Auch ein Weg. Nur, wenn es mal so wäre, dass wir Hühner zu viel haben (weil nicht vermittelbar), werde ich sie garantiert ansprechen und dann bekommt sie eben Provision.
Und was Kinder angeht, wenn ein Kind aus sich heraus entscheidet es grausam zu finden, wenn für sein Essen ein Tier getötet wird, würde ich das unbedingt respektieren und nicht noch das Kind nötigen, es anders sehen zu sollen. Sensible Kinder haben ein sehr gutes Gespür für sowas und solche Menschen braucht die Welt eben auch. Sie sind weder schwächer noch falsch, sondern eben voller Mitgefühl und Empathie und das würde ich als große Stärke sehen.
LG
Iulia
Hühner sind das ökonomischste Lebensmittel überhaupt, denn man kann sie vor ihrer Geburt und nach ihrem Tod essen. (von unbekannt)
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0,1 Zwerglachs - 0,2 Seidis - 1,2 Mixe
Hallo
Ich denke nicht das ich Wortgewaltig schreibe und auch nicht überpositiv übers Schlachten.
Ich gehe halt ganz Normal mit dem Thema um und finde das sollte man auch den es ist ja was Alltägliches in einer Metzgerei oder Schlachthof.
Warum sollte man darüber schweigen den wenn man selbst Nutztiere hält und eine Landwirtschaft hat ist es doch was ganz Normales und ich versuche ja auch nur tipps zu geben die nicht wissen wie sie damit umgehen sollen und wie es den Kindern näher bringen und da kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen wie es bei mir und meinen Kindern war und sehe das es positiv war und ich würde es wieder genauso machen und das hat nichts mit Manipulation zu tun und meine Kinder konnten das auch frei entscheiden ob sie beim schlachten dabei sein wollen oder nicht.
Ich denke deine Eltern Silvia haben nach besten gewissen gehandelt damit du da mit reinwächst und solltest deinen Eltern keinen Vorwurf machen sie haben es gut gemeint.
Frag dich doch mal selbst wann du dazu bereit gewesen wärst und wenn du ehrlich bist wahrscheinlich nie oder glaubst du später hätte es dir nichts mehr ausgemacht mit sicherheit nicht den wie du ja selbst sagst bist du ja jetzt noch nicht bereit dafür und hättest immer eine Ablehnung gehabt es gibt keinen falschen oder richtigen Zeitpunkt das ist Gefühlssache von den Eltern und wie sie entscheiden.
Ich glaube nicht das du es dann mit 15 oder so getan hättest du bist einfach nicht dafür gemacht und das ist auch nicht schlimm es muss nicht jeder können du hast dich dagegen entschieden und das ist doch in Ordnung.
Anderen liegt es halt und den Kindern macht es auch nichts aus und ich finde da nichts schlimmes dran wenn die Kinder dann dabei sind es ist was ganz Normales und ja da denke ich so je früher sie dabei sind freiwillig natürlich desto leichter tun sie sich dabei auch später wenn man mitreinwächst.
Was hat den einen Vorbild Charakter? wenn man etwas vorlebt wovon man überzeugt ist glaube ich schon das es Vorbildlich ist was soll man sonst vorleben und das wird in jeden Beruf so sein denke ich das man den Kindern näher bringt was man macht ob das nun ein Schreiner Metzger Bäcker Maurer ist ist doch egal jeder will sein tun auch den Kindern näher bringen ob das den Kindern dann liegt entscheiden sie selber man kann doch nicht sagen Metzger ist ein schlechter Beruf und Bäcker ein guter.
Und wie Monika schreibt es war halt so und ist auch noch so das es ganz Normal war beim schlachten dabei zu sein es gehört zum Leben mit dazu.
Ein Schlachtfest ist es auch heute noch und kein relikt vergangener Zeit.
Natürlich gibt es heute alles im Überfluss aber das möchte ich nicht alles essen ich lege Wert auf Gesunde Lebensmittel mir ist ein selbst gezogenes Hähnchen oder Schwein lieber als wie in der Massentierhaltung sprich Antibotika Dioxin Skandal ect das muss ich nicht haben sondern ziehe meine eigenen Tiere die mit Respekt behandelt werden und auch mit viel Mitgefühl großgezogen werden sprich artgerecht und schlachte sie dann selbst da kann ich mich dann auch auf den Braten freuen weil ich eben weis das es ihnen gut gegangen ist bei mir und das versuche ich auch meinen Kindern zu vermitteln gegenüber Tieren.
Gruß
Katia
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