Also nun noch einmal ganz langsam zum mitschreiben - alle anderen dürfen gern einen Blick in die AAB werfen:
Es stellt ein Aussteller eine Rasse - genannt A, welche z.B. in Belgien (Mitgliedsland der EE) im Farbschlag V anerkannt ist mit insgesamt 3,3 jung und 1,1 alt aus.
Aus Gründen der Vereinfachung für die Züchter können nun ebenfalls von der Rasse A die Farbschläge W, X und Y mit je 1,1 jung ausgestellt werden.
Der Farbschlag V erreicht, verteilt auf beide Geschlechter mindestens 3 x sg und bei den übrigen Tieren keine mit der Note U. Dann erfüllt V die Voraussetzungen.
Wenn nun die jeweiligen 1,1 der Farbschläge W, X und Y ebenfalls keine Ausschlussfehlter (Note U) zeigen, werden diese zusammen mit der Farbe V anerkannt.
Nun verstanden?
Es gibt 3 Wege um zu Überleben: Betteln, stehlen oder etwas leisten
Danke Günter! Die anderen haben das ganz schön durcheinander geredet.
Meine Eltern sehen nicht nur zu wie ich mist baue sondern sie unterstützen mich dabei!
Na entschuldige vielmals.....Nachdem Günter Heins
einfach unkommentiert gelassen hatte, führt das wohl automatisch zu Verwirrung. Dass Neulinge dann etwas verwirrt sind und gern auf Wissen im Forum zurück greifen ohne gleich die AAB zu wälzen, wird ja wohl legitim sein...
@Günther: danke, ja verstanden. Zusatzfrage: müssen W, X und Y ebenfalls in einem anderen europäischen Land anerkannt sein, oder nur Farbe V?
- - - Cubalaya - - -- - - Lütticher Kämpfer - - -
Die Ausgangsfrage ging bereits davon aus, dass die sich dranhängenden Farbschläge ebenfalls im EE-Ausland anerkannt sind.
Da ich diesem Teil nicht wiedersprochen habe ist gleichzeitig auch die Zusatzfrage beantwortet. - Ja, auch die sich dranhängenden Farbschläge müssen in einem Mitgliedsland der EE anerkannt sein.
Es gibt 3 Wege um zu Überleben: Betteln, stehlen oder etwas leisten
Ok, danke!
- - - Cubalaya - - -- - - Lütticher Kämpfer - - -
Hallo,
recht vielen Dank für die vielen Informationen und die viele Mühe, besonders auch an Günther.
Alexander
Hallo,
bitte nicht als Kritik an der derzeitigen Vorgehensweise bei Anerkennungsverfahren verstehen, ich habe trotz dessen mal eine Frage:
Warum macht man sich die ganze Arbeit von Seiten der Verbände denn überhaupt?
Wenn ich beispielsweise Orpington in Weiß-Schwarz-Columbia züchten und ausstellen möchte, dann könnte das doch eigentlich ganz einfach sein. Es gibt klare Rassestandard-Vorgaben bezüglich Form, Gewicht, etc, also wie ein Orpington auszusehen hat und es gibt die Farben doch eben schon in anerkannter Form bei anderen Rassen, das sind doch vom Prinzip her immer die gleichen Merkmale, die man in diesem Fall 1:1 z.B. von den Wyandotten oder Brahma übernehmen könnte, also auch für einen Preisrichter im Grunde genommen kein Problem, wenn da mal ein Tier zu bewerten wäre, das er so noch nicht zu Gesicht bekommen hat. Die vielen Farbenschläge und das ganze Wissen darüber ist ja letztendlich dadurch entstanden, dass sich Züchter die Arbeit gemacht haben, farblich zu experimentieren. Ob eine neue Farbe bei einer Rasse dann den Durchbruch schafft und es zu einer weiteren Verbreitung kommt, ist ohnehin davon abhängig, ob sie bei anderen Züchtern auf Interesse stößt. Oder sehe ich das vielleicht alles ein bißchen zu einseitig?
Schöne Grüße
Andi
Ja und nein.
Ja, es gibt die von Dir beschriebenen Orpington und es gibt bei einer Vielzahl von Rassen den Farbschlag weiß-schwarzcolumbia.
Aber: Die Beschreibung weiß-schwarzcolumbia ist nicht bei allen Rassen gleichlautend und sie ist in ihrer tatsächlichen Ausprägung am Tier auch optisch nicht immer gleich.
Wie hättest Du es gerne - mit oder ohne Kragenschluss?
Auch wildfarbig ist nicht immer gleich wildfarbig es, es gibt hellere und dunklere Varianten, sowie bei den 1,0 mit rein schwarzer Brust bzw. mit leichten braunen Einlagerungen oder geringer, schmaler Säumung.
Der Gedanke ist nicht neu und grundsätzlich auch nicht schlecht - aber in den Feinheiten am Ende dann doch nicht umsetzbar.
Es gibt 3 Wege um zu Überleben: Betteln, stehlen oder etwas leisten
Hallo Günter,
vielen Dank für Deine Ausführungen. Bezüglich der rassebezogenen Feinheiten hast Du natürlich recht. Aber wäre das wirklich so schlimm, wenn man über solche Sachen erstmal hinwegsehen würde? Man könnte ja beispielsweise Tiere nicht anerkannter Farbenschläge mit max. 93 Punkten bewerten und sie auch von vornherein von der Titelvergabe ausschließen. Ich denke es gibt eine ganze Reihe von Züchtern, die nicht wegen der erzielbaren Preise oder Titel ausstellen, sondern einfach, um ihre schönen Tiere zu zeigen. Das Anerkennungsverfahren ist da schon eine recht hohe Hürde und zudem sehr aufwändig, sowohl für den Züchter, als auch für den Verband.
Wäre das vom Prinzip her auch zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich möglich, nicht anerkannte Farbenschläge auszustellen, auch wenns dafür keine Punkte gibt? Oder kann ich solche Tiere erst gar nicht anmelden, das muss ja alles bereits auf dem Meldebogen angegeben werden.
Schöne Grüße
Andi
Bei den Tauben gibt es ja schon die AOC-Klasse - und wer weis evtl. kommt ja insoweit auch einwenig Veränderung in die anderen Gruppen - Gedankengänge dazu gibt es jedenfalls schon.
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