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Thema: Hühnergedicht

  1. #1
    Moderator Avatar von conny
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    Hühnergedicht

    Können Hasen Eier legen?
    Heidrun Gemähling

    Zu Ostern sollte ein Hase
    Eier legen ins Grase,
    das sagte ihm ein junges Huhn,
    solle aber ja nicht ruhn,
    denn Hasen müssen Eier legen,
    der lieben Kinderleinchen wegen.

    Dem Hasen wurd' es jetzt zu bunt,
    macht' es allen Hühnern kund,
    daß Hasen keine Eier legen,
    nur weil Menschen Bräuche hegen,
    auch malen können Hasen nicht,
    er bringe alles jetzt ans Licht;
    denn jedes Jahr zur selben Zeit,
    man nach Haseneiern schreit,
    die aber nur die Hühner legen,
    der lieben Kinderleinchen wegen.

    Die Hühner konnten es kaum glauben,
    daß Menschen ihre Eier rauben,
    um dann allen noch zu sagen:
    "Die Eier in Hasennestern lagen,
    bemalen tun sie diese auch,
    so sei es Osterhasenbrauch!".

    Das Oberhuhn fing an zu gackern,
    der Hase konnte nur noch schlackern
    mit seinen übergroßen Ohren,
    wurd' vor langer Zeit geboren,
    rief recht laut und sehr empört:
    "Liebe Hühner, hört, hört, hört,
    ich sage euch an dieser Stelle,
    hört gut zu und werdet helle,
    es ist ein Märchen aus alten Zeiten,
    hier und auch in anderen Breiten,
    daß die Hasen Eier legen,
    wird so erzählt,
    der lieben Kinderleinchen wegen!"



    Man kann dem Leben keine Tage geben, aber dem Tag mehr Leben





  2. #2
    Moderator Avatar von conny
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    Themenstarter
    Habicht und Fuchs
    Der Gockel bläst zum Großalarm.
    Er kräht die Stimme heiser.
    Doch auf der ganzen Hühnerfarm
    wird es kein bißchen leiser.
    "Seid endlich mucks- und mäuschenstill!
    Gebt acht auf eure Küken.
    Ein Habicht kreist. Ein Habicht will
    ein Hähnchen-klein verdrücken!"
    Das hat die Hennen aufgeschreckt.
    Sie stürzen zu den Zäunen,
    wo ihre Kinder gut versteckt
    und unbekümmert streunen.
    "Ihr flieht sofort ins Hühnerhaus.
    Befehl von eurem Vater.
    Den führt ihr augenblicklich aus.
    Und bitte kein Theater."
    Der Habicht macht auf Überfall.
    Das sammelt das Zerstreute.
    Der Fuchs sitzt schon im Hühnerstall
    und wartet auf die Beute.
    Geteilt wird nachher brüderlich.
    Der Raubzug reicht für beide.
    "Ein Hühnchen, du, ein Hühnchen, ich."
    Dann suchen sie das Weite



    Man kann dem Leben keine Tage geben, aber dem Tag mehr Leben





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