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Thema: Putenhaltung

  1. #1
    Avatar von katja
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    176

    Putenhaltung

    Wer kann mir nützliches zur Putenhaltung erzählen?

    Stall, Auslauf, Futter, Vermehrung, Mast.....



    LG
    Katja
    Ich mache mir nicht nur meinen eigenen Verstand zunutze, sondern borge mir auch gerne den von anderen.
    -Woody Allen-

  2. #2
    Avatar von katja
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    176
    Themenstarter

    RE: Putenhaltung

    Kann mir denn keiner was zu Puten sagen?


    LG
    Katja
    Ich mache mir nicht nur meinen eigenen Verstand zunutze, sondern borge mir auch gerne den von anderen.
    -Woody Allen-

  3. #3
    Vielleicht hilft Dir der LINK hier!?
    Du kannst NIE so dumm DENKEN, wie Hühnerhalter sich verhalten können!


    Jetzt hab ich endlich meinen eigenen Gockel im Avatar!
    Eulenspiegelei ist mein "Ding"! Danke an den freundlichen "Erkenntnishelfer"!

  4. #4
    Moderator Avatar von conny
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    Putenhaltung ist gar nicht so einfach, wenn du auch Hühner hälst. Hühner sind Überträger der sog. Schwarzkopfkrankheit, an denen die Puten zu Grunde gehen. Entweder musst du den Puten Antibiotika verabreichen, oder sie in einem Extrastall, gaaaanz weit weg von Hühnern halten. Selbst der Hühnerkot (z.B. unter Schuhen) ist ansteckend. Sie sollen zwar im Alter eine Resistenz gegen diese Krankheit aufbauen, sicher bin ich mir da aber nicht (eigene Erfahrung). Ansonsten sind Puten eigentlich einfach zu halten, winterhart, gute Leger und Brüter. Suchen sich im Sommer, wenn genug Weide vorhanden, ihr Futter überwiegend selbst. Im Winter habe ich sie mit Weizen und geraspelten Möhren und Mineralfutter gefüttert.

    LG Conny



    Man kann dem Leben keine Tage geben, aber dem Tag mehr Leben





  5. #5

    RE: Putenhaltung

    Hallo!

    Ich bin etwas spät dran mit meiner Antwort, vieleicht kann ich aber trotzdem weiterhelfen. Putenzucht ist schon ein umfangreiches Thema, in welches man sich auch reinlesen sollte. Fachliteratur gibt es genug. Ich züchte selber Bronzeputen und habe eine Abneigung gegen Antibiotika!

    Wichtig- Puten und Hühner, das geht, aber es müssen ein paar Sachen beachtet werden:

    1. Schwarzkopfkrankeit- wird von den Hühnern an die Puten übertragen, den Hühnern macht der Erregern gar nichts, die Puten gehen daran zu Grunde. Abhilfe schafft Oregano ( verwende ich mit gutem Erfolg) oder Thymiansaft ( in der Bioputenmast erprobt). Antibiotika sind im Tierfuttermittel bis auf 4 Ausnahmen nicht mehr erlaubt, diese 4 werden bald auch noch gestrichen werden, es ist in den Fertigfuttermischungen also kein Schutz vor Schwarzkopfkrankheit mehr enthalten. Kokzidiostatika sollen evtl. weiterhin erlaubt bleiben, ich bin da aber nicht auf dem neuesten Stand.

    2. Parasiten - Hühner übertragen einen Wurm auf die Puten, der den Hühnern nicht groß schadet,
    die Puten aber langsam umbringt. Deshalb unbedingt alle Hühner entwurmen ( übers Trinkwasser)
    und die Puten auch, am besten direkt mit einer Spritze (ohne Nadel!!) das Wurmmittel in Wasser gelöst direkt in den Rachen spritzen.

    3. Ernährung- Puten brauchen Vitamine, sonst werden sie krank und freilauf, um sich einn teil ihrer Nahrung aus der Natur zu besorgen.

    4. Mast- Im Fachhandel gibt es fertige Mischungen Putenstarter, Puntenmast 1 und 2, wobei 2 für die Endmast gedacht ist. Die würde ich nehmen, wenn du mästen willst.

    5. Rassen- nicht alle Putenrassen sind robust! Meine Bronze schlafen auch bei -30 Grad draußen im Freien, eine weiße Mastpute "deutsche Doppelbrust" fällt die beim leisesten Windhauch um ( o.k., übertrieben, aber du verstehst schon)

    So, wenn Du spezielle Fragen hast, schreib mir, ich antworte gerne.

    Schönen Gruß und viel Erfolg bei der Zucht

    Alex
    Rechtschreibfehler sind immer gewollt und dienen der allgemeinen Verwirrung!

  6. #6
    KTZV Idar-Oberstein Avatar von SetsukoAi
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    Wir hatten unsere Puten immer auf einer großen Wiese mit den Enten laufen und hatten bisher keine Probleme mit Krankheiten.

    Als Futter gabs das übliche Putenmast (ist ja alles drin was sie brauchen) und Mais. Unsere mussten immer eine Treppe hoch das war dann zusätzliche Bewegung für die dicken, deshalb wurden unsere nie so schwer. Uns war immer die Gesundheit wichtiger als das Gewicht.
    Bestand Zucht: 1.4 Brahma reb, 1.5 Zw-Seidis weiß, 1.3 Bronzeputen, 1.1 Fränkische Landgänse, Legehühner 1.7 Bresse, 1.11 Kraienköppe, 0.7 Grünleger/Mixe, 2.14 Marans, 0.7 Barnevelder, 0.4 Dt. Langchan, 0.9 Australorps

  7. #7
    Cröllwitzer
    Gast
    Moin alle miteinander,

    ich habe meine drei Puten Crölwitzer aus Naturbrut, im vorrigem Jahr von einem seriösen Züchter gekauft. Die Puten hatten zwar über Nacht einen eigenen Stall, waren jedoch am Tage bis zum Einschluss mit allen Haustieren ind einem Gehege (Viele Hühnerrassen, Enten, Gänse, Ziegen, Schafe und einem Schwein).

    Nach Rückfrage auf diesem Thema hin, gab der Züchter mir zu verstehen, dass das alles nicht so schlimm sei und bisher noch keinerlei Krankheiten aufgetreten sind. Nur, was er nicht macht, er kauf keine Fremdputen hinzu, weil die Fremdputen Bakterien an sich haben, die die eigenen Puten nicht vertragen können und es dan zu einer Erkrankung führt.

    Meine Puten halte ich nun auch mit den Hühnern in einem Gehege und alle sind gesund, haben diesen Winter mit 15cm Schnee gut überstanden. Auch sie sind nachts getrennt von den Hühnern. Hühner oben, Puten und Brahma unten.

    Ich werde es nun verschärft beobachten, wie es weiter läuft. Sollten sie dennoch erkranken, Pech gehabt. Ich meine, in der Wildnis sind die Tiere sich doch auch selbst überlassen, erhalten keine Antibiotika und Wurmmittel.

    Liebe Grüße aus dem Emsland
    Cröllwitzer

  8. #8
    Hallo,
    dann will ich auch mal noch ein bischen Senf dazu geben (oder wie war das mit der Glühbirne?)
    Wenn du Puten in Freilandhaltung aufziehen und vermehren/züchten möchtest, solltest du auf eine Rassepute zurück greifen. Bei www.gefluegel-info.net , findest du so ziemlich alle Farbschläge, sowie jede Menge Tips zur Haltung. Wobei ich Broneputen und Cröllwitzer hier am Geeignetsten halte, da diese beiden Rassen auf der Liste der bedrohten Haustierrassen stehen....
    Wovon ich dir absolut im Freiland abrate sind Big6 oder sonstige Mastputen aus der industriellen Fleischproduktion, diese Tiere sind wirklich dafür gemacht 25 Wochen im Stall zu sitzen und sich die Wampe voll zu fressen, mit Auslauf wird das nix.
    Zur Haltung, Pfriemenschwanzeier sind der Stapelwirt für den Erreger der Schwarzkopfkrankheit. Dieser schadet den Hühnern, wie oben beschrieben, nicht. Du solltest vorm zusammen laufen lassen deine Hühner Kottechnisch untersuchen lassen ob die auch wirklich nichts haben. Das Risiko der Infektion ist enorm hoch...und das schlimmste daran ist, in Deutschland gibts kein Medikament was für Puten dagegen noch zugelassen ist. Chevicol wirkt dagegen, ist aber auch nur für Tauben zugelassen, die Anwendung bei Puten wäre illegal. Deshalb ist Vorsicht die Mutter der Porzelankiste.
    Zur Fütterung usw. ist ja oben schon beschrieben.
    Auf jeden Fall ists ne tolle Sache den Viechern beim rum flattern zuzuschaun...und das können die wirklich gut
    lgfp
    Alles wird gut....

  9. #9

    Registriert seit
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    2

    RE: Putenhaltung

    Hallo, ich halte seit etwa 20 Jahren Puten und habe schon einiges erlebt. Puten sind schwer zu Halten und sehr Krankheitsanfällig! In Deutschland wurde fast jede Medizin verboten. Es gibt allerdings ausnahmen. Wenn Sie Fragen haben können Sie mich jederzeit kontaktieren.

  10. #10

    Registriert seit
    14.07.2009
    Beiträge
    2

    RE: Putenhaltung

    Hallo, ich halte seit ewa 20 Jahren Puten. Es ist leider richtig das fast jede Medizin bereits verboten wurde. Es gibt jedoch ausnahmen. Ich selbst habe eine reine Hobbytierhaltung, d.h. dass meine Puten weder verkauft noch geschlachtet werden. Als immer mehr Medizin vom Markt genommen wurde war ich gezwungen etwas zu unternemen. Ich habe beim Veterinäramt vorgesprochen wegen einer Ausnahmegenehmigung und bekomme seither jede Medizin und Behandlung für meine Puten. Ich musste allerdings auch bei den Tierärten eine Bestätigung unterschreiben dass die Tiere weder verkauft noch geschlachtet werden und die Tierhaltung wird vom Veterinäramt überwacht. Das ist auch richtig so damit kein Missbrauch der Medikamente besteht. Das ist nur was für Verantwortungsbewusste Menschen.

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