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Thema: Vogelgrippe 2018 was kommt auf uns zu

  1. #241
    Avatar von Danie2012
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    Was mich verwundert ist, dass in diesem Winter keine infizierten Wildvögel zB. in Niedersachsen gefunden worden sind, obwohl es hier ein Wildvogelmonitoring gibt. Da ja 2016/17 AI unter den Wildvögeln (angeblich) grasierte, müssten doch sehr viele von ihnen Kontakt mit dem Virus gehabt haben. Da nicht Millionen Tiere tot vom Himmel gefallen sind, müssten sie Antikörper gebildet haben. Warum wird dann beim Monitoring in diesem Winter nichts gefunden? Ich dachte, dort wird aus dem Vorhandensein von Antikörpern auf eine AI-Infektion geschlossen? Können Vögel doch „komplett“ gesunden??

  2. #242
    Avatar von Huhnihunde
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    USA:
    LPAI H7N1 in kommerzieller Broilerfarm. Bestätigung vom 09.03.2018

    http://www.oie.int/wahis_2/public/wa...reportid=26131

    Irak:
    H5N8 in Dilayah, 700 Hennen von 5000 gestorben. 4300 gekeult.

    http://www.oie.int/wahis_2/public/wa...reportid=26150

    Mexiko:
    2 Ausbrüche H7N3
    Einmal Legehennenhaltung mit knapp 2000 Rhodeländer Hennen, der andere Ausbruch betrifft Kleinhaltung mit etwa 30 Tieren. Ebenfalls Rhodeländer.
    Irgendwo hatte ich einen Artikel, in dem über den illegalen Import der Rhodeländer berichtet wurde. D.h. ohne Papiere, Impfbescheinigung etc., finde ihn grad nicht. Sorry.

    https://uk.reuters.com/article/us-he...GO20N?rpc=401&


    Frankreich:
    H5N3

    https://flutrackers.com/forum/forum/...e-march-9-2018
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  3. #243

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    Zitat Zitat von Danie2012 Beitrag anzeigen
    Was mich verwundert ist, dass in diesem Winter keine infizierten Wildvögel zB. in Niedersachsen gefunden worden sind, obwohl es hier ein Wildvogelmonitoring gibt. Da ja 2016/17 AI unter den Wildvögeln (angeblich) grasierte, müssten doch sehr viele von ihnen Kontakt mit dem Virus gehabt haben. Da nicht Millionen Tiere tot vom Himmel gefallen sind, müssten sie Antikörper gebildet haben. Warum wird dann beim Monitoring in diesem Winter nichts gefunden? Ich dachte, dort wird aus dem Vorhandensein von Antikörpern auf eine AI-Infektion geschlossen? Können Vögel doch „komplett“ gesunden??
    Zum einen wir hatten EINEN Fund von H5N8 in Stockente in der Grafschaft Bentheim. Aber das ist wie Du schon geschrieben hast, nicht die von vielen Fachleuten propagierte endemische Zweitwelle. Das mit den Antikörpern, klappt leider nicht so wie Du es beschreibtst. Antikörper werden bei serologischen Untersuchungen festgestellt, was durch Blutabnahme erfolgt. Diese klappt aber nur bei lebenden (oder frisch toten ) Tieren, bei Totfunden werden Gewebeproben, auf Virus untersucht. Man müßte also aktives Monitoring in Fallenanlagen oder durch Abschuß betreiben um Antikörper festzustellen. In NDS wird dieses zwar getan (die Stockente wurde im Rahmen des aktiven Monitorings untersucht, sagt das zuständige Vet-Amt), wieviele der bis zum 12.12.17 untersuchten 800 Wildvögel passiv bzw. aktiv gemonitored wurden, müsste man mal beim Laves erfragen.
    Geändert von Warnehof (13.03.2018 um 12:10 Uhr)
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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  4. #244

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    In Italien haben wir jetzt einen zweiten amtlichen H5N8 Befund. Diesesmal sind es Käfig Legehennen in Brescia. Gleiche Integration wie der letzte Legehennenbetrieb in Bergamo. Es waren keine klinischen Symptome feststellbar, Der Befund ergab sich im Rahmen der Kontrolle der zur Integration gehörenden Betriebe nach dem Ausbruch in Bergamo.
    http://www.izsvenezie.com/avian-infl...italy-updates/

    Ich komme mal auf meine Frage vom letzten Ausbruch zurück. Die Produzenten scheinen nichts gelernt zu haben, die Vets aber schon.
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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  5. #245

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    Zitat Zitat von b5irin Beitrag anzeigen
    Dass kommerzielle Haltungen zumindest in Ländern mit "westlichen Standards" häufiger betroffen werden als Backyard, zeigt eine Vielzahl von Ausbruchsgeschehen (Niedersachsen, Italien, Südkorea, Kanada, USA ...), das ist bestimmt keine Verallgemeinerung.
    Möglicherweise werden sie von Wildvögeln häufiger angeflogen, möglicherweise ist dies durch Verschleppung innerhalb der Geflügelwirtschaft zu erklären, möglicherweise reichen bei diesen Tieren auch wesentlich geringere Virendosen für eine Infektion aus (auch in dieser Richtung gibt es Literatur).
    Möglicherweiße fahren Kleinhaltungshalter auch nicht mit Traktoren durch ihren Stall. Und möglicherweise sterben in Deutschland mehr Hühner in Kleinhaltungen an Vogelgrippe als bekannt wird. Also nur möglicherweise...
    Frag mal einen Epidemiologen nach der Datenbasis seiner Analysen. Ich hatte in der Richtung schon ein aufschlußreiches Gespräch.
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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  6. #246

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    Irland meldet einen dritten Verdachtsfall.
    https://www.farmersjournal.ie/suspec...o-clare-354263

    Und die Niederlande melden gerade ganz frisch einen Verdachtsfall in Kamperveen. Eine Entenhaltung die bereits 2014 und 2016 betroffen war, scheint jetzt wieder den Jackpot zu haben. Die Ställe liegen etwa 12,5 km nord-westlich des betroffenen Stalls in Biddinghuizen. Offizielle Stellen haben noch keine Erklärung abgegeben.
    http://www.boerderij.nl/Pluimveehoud...rveen-258982E/
    https://www.destentor.nl/kampen/voge...veen~a58cd7d7/

    Frankreich ist auch wieder fündig geworden. H5N3 LPAI in Herbers in der Vendee. 11.200 Enten.
    https://actu.fr/pays-de-la-loire/her..._15870159.html
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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  7. #247
    Avatar von Huhnihunde
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    In England war die Geflügellobby fleißig. Wenn Freilandhaltung-Masthähnchen aufgrund Veterinäranweisung wegen Vogelgrippe länger als 12 Wochen aufgestallt werden müssen, darf das Fleisch trotzdem als Fleisch aus Freilandhaltung verkauft werden.
    Brüssel erlaubt den gleichen Besch... wie bei uns im letzten Jahr mit den Eiern.

    https://www.farminguk.com/news/Free-...rms_48834.html
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  8. #248

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    Zitat Zitat von Warnehof Beitrag anzeigen
    Möglicherweiße fahren Kleinhaltungshalter auch nicht mit Traktoren durch ihren Stall. Und möglicherweise sterben in Deutschland mehr Hühner in Kleinhaltungen an Vogelgrippe als bekannt wird. Also nur möglicherweise...
    Es mag eine Dunkelziffer geben, aber wenn man die Zahlen zu den von mir genannten HPAI-Ausbrüchen schaut, dann sind meist rund 25% Kleinhaltungen betroffen und 75% kommerzielle Großhaltungen. Das sind die absoluten Werte, bei den relativen bezogen auf die Zahl der Haltungen sollte das noch deutlicher sein.
    Das erklärt sich weder durch eine Dunkelziffer, noch durch die Verwendung von Traktoren.

    Zitat Zitat von Warnehof Beitrag anzeigen
    Frag mal einen Epidemiologen nach der Datenbasis seiner Analysen. Ich hatte in der Richtung schon ein aufschlußreiches Gespräch.
    Ja, das kann interessant sein, aber ein bisschen von sich überzeugt scheinen sie schon zu sein. FLI-Epidemiologen haben jedenfalls schonmal Zweifel an dem, was US-Epidemiologen so von sich geben.

    Und wenn das LAVES dann noch sagt, dass epidemiologische Analysen öfters nicht ausreichend zur Klärung des Eintragweges sind, wird´s noch amüsanter.

  9. #249
    Avatar von Huhnihunde
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    Buthan:
    Das Königreich Buthan meldet einen H5N1 Ausbruch in einer Privathaltung (für Massenställe wird das kleine, zwischen China und Indien gelegene Buthan, keinen Platz haben) von etwa 60 Hühnern. Die Hühner kamen (mal wieder) aus illegaler Quelle und wurden innerhalb der Tempelanlage gehalten.
    Bei der illegalen Quelle handelt es sich meiner Meinung nach um China, genau wie bei den Fällen in Vietnam.

    https://www.reuters.com/article/us-h...GP237?rpc=401&
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  10. #250

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    Bei unseren niederländischen Nachbarn klingt das immer so nett:
    Extreem veel pech
    Ja, bei jeder Vogelgrippewelle den Jackpot ziehen, könnte schon sehr viel Pech sein oder es hat vielleicht andere Ursachen.
    https://www.ad.nl/economie/extreem-v...riep~a4bb54a2/

    Wageningen bestätigt bisher nur H5, aber laut Medien ist die Keulung von 29.000 Enten im Gange.
    https://www.wur.nl/nl/Expertises-Die...Kamperveen.htm

    Das hier eingebundene Video zeigt den Betrieb.
    https://www.destentor.nl/kampen/voge...veen~a58cd7d7/

    Was fällt auf, wenn man den Betrieb lokalisiert und etwas näher anschaut?

    Wie in Biddinghuzen fällt auf, dass die beiden Stallgebäude unterschiedlich groß sind. Was die Vermutung von HerrnPetermann bestätigen könnte, dass es durch das Umstallen der etwa vier Wochen alten Jungenten zu Eintragungen kommt. Aber hierzu müssen wir erst einmal weitere Informationen zum Alter der betroffenen Tiere abwarten.

    Im Dezember 2016 war dieser Betrieb ebenfalls betroffen, damals wurden 13.000 !!! Enten gekeult. Ja genau, nur halb soviel wie jetzt. Also, waren Küken damals noch nicht eingestallt?
    Oder hat man im letzten Jahr erweitert? Zwischen 2011 und 2013 ist der linke (längere) Stall erweitert wurden, danach scheint optisch alles unverändert geblieben zu sein.

    2014 war zunächst ein Vermehrungsbetrieb mit 10.000 Elterntieren für Masthähnchen positiv gemeldet, der Betrieb liegt an der gleichen Straße ca. 500 m entfernt.

    Bei den unvermeidlichen Kontrollen innerhalb des 1 km Radius wurde dann auch der Entenbetrieb mit damals 14.600 Tieren ebenfalls positiv getestet. Der direkt angrenzende Masthuhnbetrieb des Bruders wurde damals ebenfalls geräumt.Beide konnten im Februar 2015 wieder aufstallen.

    Ob die Reihenfolge der Infektionen allerdings der Reihenfolge der Entdeckungen entspricht, konnte ich noch nicht recherchieren.
    https://www.pluimveeweb.nl/artikelen...aken-herstart/
    Herzliche Grüße vom Warnehof

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